Über TURN Praxis

TURN Praxis ist eine Ein-Personen-Praxis. Das ist kein Übergangszustand, sondern Absicht: Die Frage, wer eine Entscheidung trägt, wenn ein Werkzeug mitdenkt, lässt sich nicht als Framework ausliefern — sie wird in der Arbeit mit einzelnen Führungspersonen beantwortet. Eine kleine Praxis kann sich leisten, was grosse Häuser strukturell nicht können: bei einer Frage zu bleiben.

Wer dahinter steht

Ich arbeite hauptamtlich als Product Owner in einem KI-Vorhaben der Bundesverwaltung — in einem rechtlich anspruchsvollen Verfahrensumfeld, in dem die Fragen dieser Praxis keine Gedankenexperimente sind, sondern Alltag: Wo endet die Analyse des Werkzeugs, wo beginnt die Beurteilung des Menschen, und wie wird das begründet, dokumentiert und vor der Rechtsmittelinstanz vertreten.

Daneben: Mitgründer einer verwaltungsweiten Community of Practice zu KI-Assistenten und -Agenten, Innovation Fellow, Verantwortung für Verwaltungsmodernisierung und KI-Federführung in meiner Organisation. Vor der Verwaltung: Gründungserfahrung mit KI-Komponenten im Produkt, gewonnene Hackathons, zwanzig Jahre Bauen an der Schnittstelle von Technologie und Prozess. Derzeit schliesse ich ein Executive MBA ab; die Abschlussarbeit untersucht Entscheidungsverantwortung unter KI-Assistenz in der schweizerischen Verwaltungslandschaft empirisch.

Diese Kombination ist das Fundament der Praxis: die Werkzeuge von innen zu kennen (gebaut, nicht nur beschafft), die Verwaltung von innen zu kennen (verantwortet, nicht nur beraten) und die Rechtsordnung ernst zu nehmen, in der beides stattfindet.

Transparenz

TURN Praxis ist eine formell bewilligte Nebentätigkeit. Mandate im Umfeld der Bundesverwaltung unterliegen zusätzlichen Zustimmungsvorbehalten meines Arbeitgebers; Aufträge, die in Konfliktnähe zu meiner hauptamtlichen Tätigkeit stehen, nehme ich nicht an. Alles, was unter TURN Praxis publiziert wird, gibt ausschliesslich meine persönliche fachliche Position wieder — nicht die meines Arbeitgebers und nicht die einer Verwaltungseinheit. Beispiele in Publikationen und Workshops stammen ausschliesslich aus öffentlich dokumentierten Fällen.

Arbeitsweise

Die Methodik dieser Praxis ist publiziert und zitierfähig: Vokabular und theoretische Grundlagen stehen unter CC BY 4.0 auf der Frontier-Seite und auf SSRN.

Was diese Praxis über das frei zugängliche Vokabular hinaus bietet, ist die Anwendung: die Übertragung auf Ihr eigenes Entscheidungsportfolio, mit Instrumenten und Begleitung, die dafür entwickelt werden.

Neue Konstrukte werden als das benannt, was sie sind. Was erprobt ist, heisst erprobt; was Werkstatt ist, heisst Werkstatt. Diese Disziplin gilt auf dieser Website genauso wie in der Praxis.

Kontakt

philip.urech@turn.ch · Für Erstgespräche: kurze Mail mit zwei Sätzen zu Ihrer Rolle und Ihrer Frage genügt.